Gourmet-Tempel für Studenten, Wucher-Preise für Patienten
Marburg, die Stadt, die eigentlich eine Universität ist, leistet sich ein neues architektonisches Prestigeprojekt: Auf den Lahnbergen, direkt am Uniklinikum (UKGM), soll eine zusätzliche, moderne „Menseria“ entstehen. Während die Planer von moderner Campus-Kultur schwärmen, stellt sich für den Bürger und vor allem für die Patienten eine bittere Frage nach der sozialen Gerechtigkeit. In einem System, in dem die Universität ihre Standorte über die gesamte Stadt zersplittert, scheint Geld für Neubauten vorhanden zu sein – doch wer als Patient oder Angehöriger im Klinikum ein belegtes Brötchen kaufen möchte, landet in einer preislichen Abwärtsspirale.
Verwöhn-Programm für Studenten vs. Patienten-Wucher
Es ist eine Paradoxie, die kaum zu erklären ist: Nur wenige Meter von den geplanten subventionierten Töpfen der neuen Mensa

Das Recht auf eine bezahlbare Wohnung ist ein Grundpfeiler des sozialen Friedens. Doch in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, wird Wohnen zunehmend zum Luxus. Während die Politik regelmäßig die Wichtigkeit von bezahlbarem Wohnraum betont, steigen die Mieten und Immobilienpreise unaufhaltsam. Von den Großstädten bis hin zu kleineren Universitätsstädten wie Marburg ist der Wohnungsmarkt angespannt, und der Traum von den eigenen vier Wänden wird für viele Normalverdiener unerreichbar. Dieser Artikel beleuchtet, warum die deutsche Wohnpolitik seit Jahren hinter ihren Versprechen zurückbleibt und welche fatalen Folgen das für die Gesellschaft hat.