
Unsere beliebte Radiosendung „Good Morning Germany“ bricht alle Erwartungen – die Wiederaufnahme der bekannten und beliebten Radiosendung trifft auf großen Anklang. Mehr dazu unter

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Zwischen Spitzen-Leistung der Agentur für Arbeit und absurder Schalter-BürokratieWenn es um das Thema Arbeitslosengeld 1 (ALG 1) geht, blickt ganz Deutschland derzeit auf ein besonderes Beispiel: Die Agentur für Arbeit Marburg. Selbst Andrea Nahles, die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, ist über die beispielhaften Leistungen und die fachliche Qualität am Standort Marburg informiert. Doch während die Zahlen stimmen und das Lob aus Nürnberg kommt, zeigt der Alltag vor Ort ein zweigespaltenes Bild. Wo Licht ist – in Form von hochkompetenten Mitarbeiter*innen –, da ist auch Schatten in Form von bürokratischen Hürden, die dem Bürger den direkten Kontakt erschweren.
Die Agentur für Arbeit in Marburg gilt intern als Vorzeigedienststelle. Die
Gourmet-Tempel für Studenten, Wucher-Preise für PatientenMarburg, die Stadt, die eigentlich eine Universität ist, leistet sich ein neues architektonisches Prestigeprojekt: Auf den Lahnbergen, direkt am Uniklinikum (UKGM), soll eine zusätzliche, moderne „Menseria“ entstehen. Während die Planer von moderner Campus-Kultur schwärmen, stellt sich für den Bürger und vor allem für die Patienten eine bittere Frage nach der sozialen Gerechtigkeit. In einem System, in dem die Universität ihre Standorte über die gesamte Stadt zersplittert, scheint Geld für Neubauten vorhanden zu sein – doch wer als Patient oder Angehöriger im Klinikum ein belegtes Brötchen kaufen möchte, landet in einer preislichen Abwärtsspirale.
Es ist eine Paradoxie, die kaum zu erklären ist: Nur wenige Meter von den geplanten subventionierten Töpfen der neuen Mensa
Wenn der Service weggespart wird und der Bürger im Regen stehtWer in Marburg heute einen Brief aufgeben oder ein Paket abholen möchte, braucht vor allem eines: sehr viel Zeit und starke Nerven. Was einst als grundlegende staatliche Infrastruktur galt, ist im Zuge der Privatisierung und Gewinnmaximierung zu einem traurigen Schatten seiner selbst geworden. In Marburg zeigt sich die Post-Krise besonders deutlich: Filialen verschwinden, die verbleibenden Standorte sind hoffnungslos überlastet, und der digitale Fortschritt entpuppt sich oft als komplizierte Hürde statt als Erleichterung. Ein kritischer Blick auf eine Versorgungslage, die einer Universitätsstadt unwürdig ist.
In den letzten Jahren wurden in Marburg zahlreiche Postfilialen und Annahmestellen ersatzlos gestrichen. Was übrig bleibt, sind oft
Die Opfer der SparlogikDer Begriff „Pflegenotstand“ ist zu einem alltäglichen Wort geworden, doch seine Wiederholung droht, seine schreckliche Bedeutung zu verharmlosen. Er ist nicht bloß eine statistische Lücke bei den Fachkräften; er ist das direkte Resultat jahrzehntelanger politischer und ökonomischer Entscheidungen, die Profitorientierung über Menschlichkeit gestellt haben. Die Konsequenz dieser Sparmaßnahmen und des akuten Personalmangels trifft immer dieselben: die zu betreuenden, hilfsbedürftigen Menschen. Sie sind die stummen Opfer eines dysfunktionalen Systems, in dem ihre Würde, ihre Gesundheit und in vielen Fällen ihr Leben aufs Spiel gesetzt werden.
Der zentrale Kern des Pflegenotstandes ist die radikale Ökonomisierung eines essentiellen sozialen Dienstes. Pflegeheime und