Eine Reise nach Vogtareuth und das tödliche Schweigen im System“
Wer heute nach Vogtareuth reist, trifft auf eine bayerische Idylle. Doch hinter der malerischen Kulisse verbirgt sich eine Tragödie, die das Herz zerreißt und die Grundfesten der deutschen Sicherheitsbehörden erschüttern müsste. Es ist die Geschichte von Ramona F., einer engagierten Bundespolizistin, die keinen anderen Ausweg mehr sah, als sich und ihre beiden kleinen Kinder zu erschießen. Eine Reise an den Ort des Geschehens ist eine Reise in die Abgründe von Mobbing, Isolation und einem System, das wegschaut, wenn seine eigenen Diener zerbrechen.
Der Fall Ramona F.: Wenn Dienstpflicht zur Todesfalle wird
Ramona F. war keine Frau, die leicht aufgab. Sie war Beamtin bei der Bundespolizei, geschult in Disziplin und Stärke. Doch was sich

Jedes Menschenleben ist unendlich kostbar. Doch wenn wir einen Blick auf die Berichterstattung und die öffentliche Anteilnahme werfen, scheint es, als wären manche Tode wichtiger als andere. Während uns Tragödien, die den „richtigen“ Protagonisten am „richtigen“ Ort widerfahren, tagelang in den Medien beschäftigen, verschwinden andere Opfer beinahe geräuschlos aus der öffentlichen Wahrnehmung. Sie werden zu stummen Zahlen in Polizeiakten, zu vergessenen Namen in einem kurzen Bericht. Dieser Artikel beleuchtet die Mechanismen hinter dieser selektiven Empathie und fragt kritisch, warum Opfer wie die Studentin Yu Jianhong oder die Bundespolizistin Ramona F. uns als Gesellschaft nicht so tief berühren wie andere.