Sport ist eine Bühne, auf der Helden geboren werden. Athleten, die durch harte Arbeit, Disziplin und außergewöhnliches Talent die Massen begeistern, haben seit jeher unsere Bewunderung gefunden. Doch in der heutigen Medienlandschaft scheint sich der Fokus zu verschieben. Immer öfter sehen wir Sportler im Rampenlicht, die weniger durch ihre Leistungen auf dem Platz oder in der Arena als vielmehr durch ihre inszenierte Persönlichkeit, Skandale oder ihre Präsenz in den sozialen Medien auffallen. Sie sind die „Promis“ des Sports – bekannt, aber nicht unbedingt legendär. Dieser Artikel hinterfragt, wie eine Kultur der Selbstdarstellung die eigentliche sportliche Leistung in den Hintergrund drängt und welche Folgen das für den Sport hat.
Sportstars des 21. Jahrhunderts: Zwischen Hype und Wirklichkeit
Früher wurden Sporthelden durch Siege und Titel zu Ikonen. Man denke an die Ausdauer eines Jan Ullrichs oder die Präzision eines Michael Schumachers. Heute reicht es manchmal, eine starke Marke

Der Sport hat sich verändert. Was einst als Wettkampf aus Leidenschaft und fairem Kräftemessen begann, ist heute oft ein gigantisches Geschäft. Sportler, die früher Helden des Wettkampfs waren, werden zu Superstars stilisiert, die Gehälter in schwindelerregender Höhe beziehen. Doch wo bleibt in diesem Glanz und Glamour der eigentliche Geist des Sports?
Sport – für viele von uns ist er Leidenschaft, Gemeinschaft und ein Symbol für fairen Wettbewerb. Wir lieben die Geschichten von Underdogs, die sich gegen alle Widerstände durchsetzen, die Hingabe von Athleten, die für ihren Traum alles geben, und die Momente purer Freude, die ein Sieg oder eine persönliche Bestleistung auslösen kann. Doch blickt man genauer hin, scheint sich das Bild inden letzten Jahrzehnten stark verändert zu haben. Immer häufiger drängt sich der Eindruck auf: Der Sport, wie wir ihn kennen und lieben, ist entgleist – gefangen im Korsett von Geld und Macht.