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Gentrification: Wenn die Stadt sich schick macht – und ihre Bewohner vertreibt

In vielen deutschen Städten sind ehemalige Arbeiter- und Migrantenviertel über Nacht zu begehrten Wohnlagen geworden. Alte Fabrikhallen werden zu teuren Lofts, hippe Cafés und Boutiquen sprießen aus dem Boden, und die Mieten schießen in die Höhe. Dieses Phänomen nennt man Gentrification. Was auf den ersten Blick wie eine erfolgreiche Stadtentwicklung aussieht, hat eine dunkle Kehrseite: Sie verdrängt die ursprünglichen Bewohner, zerstört gewachsene soziale Strukturen und verwandelt lebendige Stadtteile in gesichtslose, teure Wohnviertel für Besserverdiener. Dieser Artikel beleuchtet die Mechanismen der Gentrification und kritisiert, wie die Stadtentwicklung in Deutschland zunehmend die Interessen der Investoren über die Bedürfnisse der Bewohner stellt.

Die Spirale der Aufwertung

Die Gentrification folgt einem bekannten Muster. Sie beginnt oft in Vierteln mit niedrigen Mieten, die von Studierenden und Künstlern „entdeckt“ werden. Es entstehen kleine Galerien und Bars, die dem Viertel ein alternatives Image verleihen. Diese positive