Der Sport hat sich verändert. Was einst als Wettkampf aus Leidenschaft und fairem Kräftemessen begann, ist heute oft ein gigantisches Geschäft. Sportler, die früher Helden des Wettkampfs waren, werden zu Superstars stilisiert, die Gehälter in schwindelerregender Höhe beziehen. Doch wo bleibt in diesem Glanz und Glamour der eigentliche Geist des Sports?
Die Erosion des Ideals
Ursprünglich ging es beim Sport um mehr als nur den Sieg. Es ging um körperliche Leistungsfähigkeit, um den Respekt vor dem Gegner, um Fair Play und um die Freude am Spiel. Diese Werte bilden das

Sport – für viele von uns ist er Leidenschaft, Gemeinschaft und ein Symbol für fairen Wettbewerb. Wir lieben die Geschichten von Underdogs, die sich gegen alle Widerstände durchsetzen, die Hingabe von Athleten, die für ihren Traum alles geben, und die Momente purer Freude, die ein Sieg oder eine persönliche Bestleistung auslösen kann. Doch blickt man genauer hin, scheint sich das Bild inden letzten Jahrzehnten stark verändert zu haben. Immer häufiger drängt sich der Eindruck auf: Der Sport, wie wir ihn kennen und lieben, ist entgleist – gefangen im Korsett von Geld und Macht.