Die Opfer der Sparlogik
Der Begriff „Pflegenotstand“ ist zu einem alltäglichen Wort geworden, doch seine Wiederholung droht, seine schreckliche Bedeutung zu verharmlosen. Er ist nicht bloß eine statistische Lücke bei den Fachkräften; er ist das direkte Resultat jahrzehntelanger politischer und ökonomischer Entscheidungen, die Profitorientierung über Menschlichkeit gestellt haben. Die Konsequenz dieser Sparmaßnahmen und des akuten Personalmangels trifft immer dieselben: die zu betreuenden, hilfsbedürftigen Menschen. Sie sind die stummen Opfer eines dysfunktionalen Systems, in dem ihre Würde, ihre Gesundheit und in vielen Fällen ihr Leben aufs Spiel gesetzt werden.
Die Ökonomisierung der Fürsorge: Wie Sparmaßnahmen Leben kosten
Der zentrale Kern des Pflegenotstandes ist die radikale Ökonomisierung eines essentiellen sozialen Dienstes. Pflegeheime und
