Wie der Karneval seine Seele an den Alkohol verlor
Einst war der Karneval das Ventil der Unterdrückten, eine Zeit, in der die einfache Bevölkerung den Mächtigen ungestraft den Spiegel vorhalten konnte. Doch wer heute durch die Straßen von Köln, Mainz oder Düsseldorf zieht, sucht den politischen Protest oft vergebens. Was geblieben ist, ist eine hohle Hülle aus buntem Polyester, ohrenbetäubendem Schlager und einer hemmungslosen Sauferei, die jeden Funken von kritischem Geist im Keim erstickt. Der Karneval hat sich von einer subversiven Kulturform zu einem kommerziellen Massenbesäufnis entwickelt, das mehr mit dem Ballermann als mit bürgerlichem Widerstand zu tun hat.
Vom politischen Widerstand zum kollektiven Blackout
Historisch gesehen war die „Fünfte Jahreszeit“ ein hochpolitisches Ereignis. Die Garden in ihren bunten Uniformen waren eine

Weihnachten, das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit und der Familie. Doch was als Feier der Geburt Jesu begann, hat sich in den meisten westlichen Kulturen in ein hektisches Konsumritual verwandelt. Der spirituelle und besinnliche Kern des Festes wird von einem Lichtermeer aus Shopping-Malls und dem ohrenbetäubenden Klingeln der Registrierkassen überstrahlt. Dieser Artikel beleuchtet, wie die Konsumgesellschaft das christliche Weihnachtsfest entführt hat und warum der Zwang, Geschenke zu kaufen, dem eigentlichen Sinn der Feier widerspricht.
Satire und Poesie
Gewerkschaften sind für viele Menschen ein Bollwerk im Arbeitskampf, eine Stimme für die Rechte der Arbeitnehmer. Sie verhandeln höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und kämpfen für soziale Gerechtigkeit. Doch in den letzten Jahren rückt immer häufiger eine kritische Frage in den Fokus: Ist das Streikwesen zu einem endlosen, ineffizienten Ritual geworden, das kaum nachhaltige Lösungen hervorbringt?