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Narrenfreiheit oder Saufgelage?

Wie der Karneval seine Seele an den Alkohol verlor

Einst war der Karneval das Ventil der Unterdrückten, eine Zeit, in der die einfache Bevölkerung den Mächtigen ungestraft den Spiegel vorhalten konnte. Doch wer heute durch die Straßen von Köln, Mainz oder Düsseldorf zieht, sucht den politischen Protest oft vergebens. Was geblieben ist, ist eine hohle Hülle aus buntem Polyester, ohrenbetäubendem Schlager und einer hemmungslosen Sauferei, die jeden Funken von kritischem Geist im Keim erstickt. Der Karneval hat sich von einer subversiven Kulturform zu einem kommerziellen Massenbesäufnis entwickelt, das mehr mit dem Ballermann als mit bürgerlichem Widerstand zu tun hat.


Vom politischen Widerstand zum kollektiven Blackout

Historisch gesehen war die „Fünfte Jahreszeit“ ein hochpolitisches Ereignis. Die Garden in ihren bunten Uniformen waren eine

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Weihnachten: Die Entführung des Festes durch den Kommerz

Weihnachten, das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit und der Familie. Doch was als Feier der Geburt Jesu begann, hat sich in den meisten westlichen Kulturen in ein hektisches Konsumritual verwandelt. Der spirituelle und besinnliche Kern des Festes wird von einem Lichtermeer aus Shopping-Malls und dem ohrenbetäubenden Klingeln der Registrierkassen überstrahlt. Dieser Artikel beleuchtet, wie die Konsumgesellschaft das christliche Weihnachtsfest entführt hat und warum der Zwang, Geschenke zu kaufen, dem eigentlichen Sinn der Feier widerspricht.

Der Kitsch-Krieg: Wer schenkt am meisten?

Der Druck, die „perfekten“ Geschenke zu finden, beginnt oft schon Wochen vor dem Fest. Medien und Werbung suggerieren uns, dass wahre Liebe und Wertschätzung nur durch materielle Gaben ausgedrückt werden können. Diese Kommerzialisierung führt zu einem ungesunden Wettbewerb und einem Gefühl der Pflicht, das die Freude am Schenken zerstört. Die einst bescheidene Tradition des Schenkens, die an die Gaben der Heiligen Drei Könige erinnern sollte, ist zu einer Pflichtübung geworden, die uns finanziell und

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Aktuelles

Erster Advent: Ein Gedicht zur Besinnungslosigkeit

Satire und Poesie

von Freie Medien Germany

 

Der Kranz hat vier Kerzen, die erste brennt, das Herz in den Schmerzen nach dem, was man nicht kennt.

Die Glocken läuten leise, es glänzt das falsche Licht, auf Kommerz und Konsumreise, die uns die Ruhe bricht.

Im Supermarkt die Posaune schallt, der Stress greift nach dem Sinn, das Jesuskind wird kalt, und die Kasse klingelt hin.

Man singt von Heiligkeit, von Hirten und von Schafen, vergisst die Zeit, die Zeitlichkeit, in der die Wölfe schlafen.

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Allgemeines

Ein endloser Kreislauf? Gewerkschaften im Spannungsfeld von Kampf und Kommerz

Gewerkschaften sind für viele Menschen ein Bollwerk im Arbeitskampf, eine Stimme für die Rechte der Arbeitnehmer. Sie verhandeln höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und kämpfen für soziale Gerechtigkeit. Doch in den letzten Jahren rückt immer häufiger eine kritische Frage in den Fokus: Ist das Streikwesen zu einem endlosen, ineffizienten Ritual geworden, das kaum nachhaltige Lösungen hervorbringt?

Der Teufelskreis aus Forderung und Kompromiss

Streiks legen den öffentlichen Verkehr lahm, sorgen für Ausfälle in Fabriken und beeinträchtigen das tägliche Leben von Millionen Menschen. Oft münden diese Aktionen nach zähen Verhandlungen in einem Kompromiss, der die Forderungen nur zum Teil erfüllt. Das